Durch unseren Körper sind wir in der Welt, erfahren sie und handeln in ihr. In ihm zeigt sich das, was Menschen überhaupt voneinander wahrnehmen können, und mit ihm reagieren sie aufeinander. Was wir körperlich tun, wirkt auf unsere Einstellung und unsere Vorstelllung von uns selbst, und genauso, umgekehrt, prägen diese das, was wir tun. Diese Zusammenhänge bilden die Voraussetzung meiner Arbeit.
Wie wir tun, was wir tun, ist von Klein auf gelernt und hat sich aufgrund von Wiederholung in Mustern (Gewohnheiten) etabliert: Die Art, wie wir stehen, gehen, blicken; welche Gefühle wir oft haben und leicht zeigen können, und welche nicht, und wie sie sich in Haltung und Gesicht, in Atmung und Stimme ausdrücken; in welchen Situationen wir in Stress geraten und wie wir damit umgehen; wie wir anderen Menschen begegnen und welche Rolle wir in Gruppen einnehmen; usw.
Manchmal sind wir durch diese Muster eingeschränkt, wir schaffen uns immer wieder denselben Kontext. Wir handeln immer wieder auf dieselbe Weise und machen dabei dieselben Erfahrungen, geraten wiederholt in dieselben inneren Zustände und äußeren Umstände und können uns noch nicht einmal vorstellen, dass es überhaupt anders sein könnte. Mitunter ahnen wir zwar, dass es einen anderen Weg geben könnte, haben aber keine Ahnung, wohin er führen könnte oder wie er zu beschreiten wäre.
Mit anderen Worten, wir haben keine Vorstellung davon, dass wir durch Lernen etwas Neues (in uns) entdecken können. Wenn es uns aber gelingt, etwas Neues zu erfahren und auf andere Weise zu handeln, wird uns bewusst, dass es anders gehen kann und wir bekommen mehr Möglichkeiten und dadurch einen größeren Spielraum. Wir sind dann in der Lage, uns selbst mit unseren neuen Fähigkeiten zu sehen und auf Menschen und Situationen vielfältiger als zuvor zu reagieren.
An dieser Stelle setzt die Arbeit in meinem Unterricht an.